Die Kulturprojekte Berlin GmbH ist 2012 nicht mehr für die Vergabe der Mittel aus dem Berliner Autorenlesefonds zuständig – soviel ist seit Oktober 2011 auf deren Website zu lesen. Nur – wer dann? Wann können Berliner Schulen und Bibliotheken endlich die Lesungen mit Berliner Autoren für 2012 beantragen (also auch Lesungen mit MIR
)? Wäre langsam mal Zeit, denn die Veranstaltungsprogramme für 2012 stehen eigentlich schon längst. Ich habe nachgefragt bei Wolfgang Meyer, Projekte und Stipendien Literatur, Senatskanzlei, Kulturelle Angelegenheiten:
“Vermutlich werden erst nach dem Beschluss des Berliner Haushaltsgesetzes im Juni 2012 Mittel für den Berliner Autorenlesefonds zur Verfügung stehen. Derzeit wird noch an den genauen Bedingungen gearbeitet, so dass die Bezirke -und damit die Bibliotheken- noch nicht informiert werden konnten. Es wird vermutlich so sein, dass die Bibliotheken und Schulen bei der für den Berliner Autorenlesefonds zuständigen Stelle im Bezirk Anträge auf Lesungshonorare stellen können. Möglicherweise kann die Antragstellung schon vor der Verabschiedung des Haushalts geschehen (das muss der Bezirk entscheiden), die Lesungen werden vermutlich aber erst ab Juni stattfinden können. Ich hoffe, dass die Entscheidungen bis Ende Januar gefallen sind, so dass die Bezirke zu Beginn des Februar entsprechend informiert werden.”
Na dann. Bleibt nur noch die Frage: Wer ist die zuständige Stelle in den Bezirken? Wolfgang Meyer: “Das werden die Bezirke dann in eigener Verantwortung entscheiden; da die Organisation der Bezirke ja durchaus unterschiedlich ist, könnte auch das unterschiedlich sein. Im Normalfall sollte es aber die für die Bibliotheken zuständige Abteilung sein.”
Ich hab das so im Gefühl, dass ich jetzt nicht auch noch fragen sollte, warum sie die Mittelvergabe nicht einfach weiterhin der Kulturprojekte Berlin GmbH überlassen haben, obwohl das in 2010 und 2011 doch eigentlich super geklappt hat…
Maja Roedenbeck