Fotos von der Buchpremiere

Für alle, die nicht dabei sein konnten, hier ein paar Fotos von der Buchpremiere:

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Sendung zum neuen Buch auf Radio Paradiso

Kinder kranker Eltern

http://www.paradiso.de/wp-content/uploads/2016/04/roedenbeck2.jpegIch freue mich über die schöne und ausführliche Sendung über mein Buch auf Radio Paradiso! Moderator Günter Mahler schreibt: „Maja Roedenbeck hat ihr zweites vielbeachtetes Buch [das zweite im Ch. Links Verlag, insgesamt das fünfte ;-)] vorgelegt. Ging es im ersten noch um junge Erwachsene, die noch nie Sex hatten, ist das zweite Kindern kranker Eltern gewidmet.

Über dieses Buch spreche ich in „Mehr als Ja und Amen“ mit der Autorin, die ebenso spannend über ein Sachthema erzählen kann als auch Bücher schreiben. Wen wundert’s – ist sie doch selbst Mutter von zwei Kindern, deren Vater schwer krank war.“

Hier könnt ihr die Sendung auf Radio Paradiso hören!

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Melancholie eines Kindes

 

„Was hast du, bist du traurig?“, fragte sie das Kind,
„weil es regnet, da draußen, wo doch jetzt Ferien sind?“
Es nickte nicht, es schluckte nicht, es starrte an die Wand,
weil es keinen anderen, keinen stärkeren Gegner fand.

„Du kannst es mir sagen, hast dich noch nie so benommen!“
Sie drängte es, zerrte an ihm, spürte die Ungeduld kommen.
Doch das Kind blieb stumm, ließ nur die Augäpfel gehen
auf der Tapete umher, um hinter die Maserung zu sehen.

„Was soll das?“, schrie sie, riss ihm sein Stofftier aus dem Schoß,
„ich will dir doch helfen, aber ich muss jetzt wirklich los!“
Dann stampfte sie auf, aus ihren Augen flogen Tränen,
das Kind hob den Blick – und musste erstmal gähnen.

„Mama“, sprach es leise, „weißt du, die Welt?
Weißt du, was mir am besten daran gefällt?
Dass so viele runde Dinge darin sind:
die Tropfen, die Perlen, die Münzen und der Wind!“

Maja Roedenbeck

Kindheit im Schatten – Wenn Eltern krank sind und Kinder stark sein müssen

Kindheit im Schatten Cover finalIm April 2016 ist mein Sachbuch „Kindheit im Schatten – Wenn Eltern krank sind und Kinder stark sein müssen“ im Ch. Links Verlag erschienen.

Das Buch bei Amazon bestellen

Die Webseite zum Buch

Der Klappentext

Menschen, die als Kind einen kranken Elternteil hatten – körperlich, psychisch oder suchtkrank -, machen ihre schwierige Kindheit oft erst im Erwachsenenalter zum Thema: Wenn die Partnersuche erfolglos verläuft, sie auf Schwierigkeiten in Beziehungen stoßen oder beim Gründen der eigenen Familie überfordert sind. Schuldgefühle, Verlustängste, Probleme im Miteinander oder Depressionen beeinträchtigen nicht selten ihr Leben. Maja Roedenbeck erzählt die berührende Geschichte ihrer Familie und versammelt zahlreiche Stimmen von Betroffenen sowie Ratschläge von Experten. Ihr Buch hilft, die Schatten der Kindheit anzunehmen und macht Mut, das eigene Leben zu leben.

Videointerview zum Buch:

Leserstimmen und Leseprobe:

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Fortbildung: Community Work in London

Weil’s letztes Jahr in New York so fantastisch war, habe ich gleich nach meiner Rückkehr den 2. Teil der Studienreisen der Paritätischen Akademie Berlin mit dem Titel „Community Work in London“ gebucht. Im August 2015 war es endlich soweit. Die Fragen, denen ich bei beiden Reisen auf der Spur war: Wie ist das eigentlich mit sozialen Berufen in anderen Ländern? Stehen die Mitarbeiter sozialer Einrichtungen im Arbeitsalltag und gegenüber der Politik vor denselben Herausforderungen wie wir oder vor ganz anderen? Welche Unterschiede oder Gemeinsamkeiten gibt es bei den Arbeitsmethoden? Und: Was können wir voneinander lernen? Die Antworten hört ihr in meinen Audiobeiträgen:

Trends der Jugendhilfe in Großbritannien 2015

„Und was krieg ich dafür, wenn ich mitmache?“ Das fragen britische Teenager aus schwierigen Verhältnissen, wenn man ihnen die Teilnahme an einem Jugendhilfeprogramm anbietet. Sie erwarten ein Monatsticket für die U-Bahn oder eine Session im Tonstudio, wo sie sich als Gangsta-Rapper inszenieren können – denn lange genug haben die Träger mit solchen Anreizen geworben. Nun besinnen sie sich auf die Wurzeln der Gemeinwesenarbeit in Großbritannien, die den Hilfebedürftigen Ende des 19. Jahrhunderts ganz anders gegenübertrat:

 

Weitere Audiobeiträge aus London:

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Wielander im Keller und auf dem Dach – Kurzgeschichte

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von Maja Roedenbeck

Wusch, wusch, wusch fegen Wielanders Filzpantoffeln über die Steinstufen, als er hastig die zwei halben Treppen in den ersten Stock hochsteigt. Behängt mit einem offen umher schwingenden, graubraun karierten Morgenmantel, unter dem er nichts als ein Set Feinrippunterwäsche trägt, will Wielander nur mal kurz nach seinem Obermieter Hoffmeier sehen. Denn obwohl er sich bis vor wenigen Minuten ebenso köstlich wie lautstark über ein furzendes Kleinkind in „Upps! Die Superpannenshow“ amüsiert hat, ist ihm ein ungewöhnliches Poltern aus Richtung der Zimmerdecke nicht entgangen. Etwas äußerst Schweres muss im Hoffmeier’schen Zweiraumappartement zu Boden gegangen sein. Sicher, die meisten Menschen würden erst mal abwarten, was weiter passiert, um die Angelegenheit dann zu vergessen oder unter Umständen sogar später nachzusehen, aber wie leicht kann später zu spät sein. Wielander ist einer, der erhebt sich in solchen Fällen selbst aus der behaglichsten aller Lebenslagen und Weiterlesen